Newsarchiv

Juni 2019

Gnadenlose Transparenz

Enge Verflechtung der operativen Prozesse mit denen des Qualitätsmanagements

Gerade mittelständische Unternehmen wie es die dacore Datenbanksysteme AG ist, haben typischerweise keine Q-Abteilung, die sich permanent um die manuelle Pflege eines QM Systems auf Dokumentenbasis kümmern kann. Daher sind smarte Lösungen gefragt. Die Erkenntnis bei dem Neuaufbau des Systems bei dacore war, dass die Grenze nicht die ist wie weit man gehen darf sondern eher wie weit man selbst gehen kann. Die Normen lassen es zu und die Erfahrung zeigt, dass auch die Auditoren sehr aufgeschlossen sind.

Informationen statt Dokumente

Wesentliche Kernthemen, die aus dem Umfeld Industrie 4.0 stammen und die für die weitere Betrachtung wichtig sind, sind „Digitalisierung“, „Verknüpfung von Daten“ und „Transparenz“. In dem Zusammenhang geht es Schwerpunktmäßig um „Informationen“, was später noch sehr relevant sein wird.

Nicht anders als bei Industrie 4.0 gibt es auch hier viele Analogien zu Paradigmenwechseln in der Vergangenheit. Die ersten Autos waren Kutschen ohne Pferde, die ersten Fernsehfilme waren abgefilmte Theaterstücke und der erste Schritt in Richtung QM System 4.0 oder Digitalisierung scheint offensichtlich das Ablösen von Papierhandbüchern durch elektronische Handbücher zu sein. Möglicherweise müssen solche Entwicklungen durchlebt werden. Definitiv sind aber deutlich weitergehende Veränderungen nötig aber auch heute schon möglich, um tatsächlich gravierende Verbesserungen zu erreichen: Reduzierung der Beschreibungen, einfachere Pflege, bessere Akzeptanz der Mitarbeiter und vor allem höchste Transparenz und Nachweis der Wirksamkeit des QM Systems, die sich praktisch von selbst ergibt. Der Einsatz im Selbstversuch bei dacore zeigte, dass es nicht nur funktioniert sondern in Summe auch weniger Aufwand bedeutet.

Die aktuellen Normen sind bereits darauf vorbereitet. Das Kapitel 4.2 der ISO 9001:2015 beschreibt z.B. „Der Anwendungsbereich des Qualitätsmanagementsystems der Organisation muss als dokumentierte Information verfügbar sein und aufrechterhalten werden“. Weiterhin muss die Organisation „dokumentierte Informationen aufrechterhalten, um die Durchführung ihrer Prozesse zu unterstützen“ usw. Es ist also auch in der Norm nicht mehr von Handbuch oder Dokumenten die Rede sondern von Informationen.
Eigentlich also gute Voraussetzungen.

Lesen Sie weiter im Artikel Informationen statt Dokumente in der QZ 06/2019 oder schmökern Sie in der QZ Online.