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Februar 2008/2

Heroldsberg, Rainer Hack

Technical Services von Continental nehmen neue Planungstools in Betrieb

Die Continental AG ist der fünftgrößte Automobilzulieferer. Als Anbieter von Bremssystemen, Systemen und Komponenten für Antrieb und Fahrwerk, Instrumentierung, Infotainment-Lösungen, Fahrzeugelektronik, Reifen und technischen Elastomerprodukten trägt das Unternehmen zu mehr Fahrsicherheit und zum Klimaschutz bei. Continental ist darüber hinaus ein kompetenter Partner in der vernetzten, automobilen Kommunikation.

Die Herausforderung 

Anfang 2007 erhielt die dacore Datenbanksysteme AG den Auftrag, ein individuelles Labormanagementsystem (LMS) zur Optimierung der Planung einzelner Prüfungen und Prüfserien an den Messplätzen und der Einsatzplanung für Mitarbeiter im EMV-Labor am Standort Regensburg zu entwickeln. Die Herausforderung für dacore bestand darin, die bisherigen Planungstools abzulösen und durch ein innovatives System zu ersetzen. Auf Basis einer neuen Auftrags-, Prüfplan- und Prüflingsverwaltung war es notwendig, auch die bisherige Leistungserfassung auf ein neues transparenteres System umzustellen. 

Folgende Verbesserungen wurden mit dem LMS im EMV-Labor erzielt:     

  • Grafische Projektvisualisierungen    
  • Einsatzplanung des Bedienpersonals an den Prüfplätzen    
  • Darstellung der geplanten und erbrachten Leistung auf Auftragsebene    
  • Vereinfachte, aufwandsgerechte Leistungserfassung für den Mitarbeiter    
  • Integrierte Urlaubsplanung    
  • Direkter Datenaustausch mit SAP (in Planung)

 

einsatzplanung-beispiel

Schichtplanung Beispiel


Ressourcenplanung mit mobiler Betriebsdatenerfassung

Gleichzeitig wurde für das Reliability Labor eine neue optimierte Ressourcenplanung mit mobiler Betriebsdatenerfassung realisiert. Im Gegensatz zu klassischen Planungssystemen verfolgte dacore in Zusammenarbeit mit Continental einen völlig neuen Ansatz. Anlagenressourcen werden in Ressourcenklassen (mehrere gleichartige, alternativ einsetzbare Anlagen) eingeteilt und zukünftig nicht mehr einzeln geplant. Damit erzielt das Labor in Regensburg einen erheblichen Vorteil gegenüber der bisherigen Planung. Bei Terminverschiebungen erübrigt sich die Notwendigkeit einer detaillierten Um- oder Neueinplanung pro Anlagenressource, da immer die nächst frei werdende Ressource einer Ressourcenklasse für Prüfungen eingeplant wird.
Die zusätzlich eingeführte mobile Betriebsdatenerfassung verrät den Mitarbeitern, welche Anlagen zu welchem Zeitpunkt wieder zur Verfügung stehen. Über einen Barcodescanner kann jeder Mitarbeiter die aktuellen organisatorischen und technischen Betriebszustände der Anlagenressourcen abfragen und mit der Ressourcenplanung an seinem Arbeitsplatzrechner synchronisieren. Diese Vorgehensweise ermöglicht mehr Flexibilität bei der Belegung der Anlagen und eine optimierte Ressourcenauslastung, da keine Anlagenressourcen für reservierte Termine mehr freigehalten werden müssen.

Folgende Verbesserungen wurden mit dem LMS im Reliability-Labor erzielt:

  • Einfachere Einplanung neuer Projekte
  • Optimale Ressourcenauslastung
  • Automatische Buchung der Belegungszeiten
  • Aktuelle Belegungs- und Statusanzeige
  • Stetiger Überblick auf laufende Projekte
  • Onlineverfügbarkeit von Kenngrößen
  • Reduzierung der Datenpflege
  • Vermeidung von Eingabefehlern

 

mobile-betriebsdatenerfassung

 

Mobile Betriebsdatenerfassung im Labor


Mandantenfähigkeit und multilinguale Oberfläche für internationalen Einsatz

Damit weitere Standorte im Continental Konzern von diesen Lösungen profitieren können, wurde nachträglich noch eine Mandantenfähigkeit mit multilingualer Bedienoberfläche für den weltweiten Einsatz integriert. Das System kann in dieser Form an allen (Prüflabor-) Standorten bei Bedarf eingesetzt und mit evtl. notwendigen geringen Anpassungen die Arbeit der Mitarbeiter unterstützen.